August 2019: Zierlauch

August 2019: Zierlauch

Zierlauch (Allium) ist das beste Beispiel dafür, dass auch die schlichten Dinge besonders schön sein können. Natürlich gibt es genug andere schöne Pflanzen, die du in deinem Beet pflanzen kannst. Warum also unbedingt gerade Zierlauch? Der Zierlauch unterscheidet sich in seiner kompletten Erscheinung von seinen Beetnachbarn. Mit seiner großen kugelförmigen Blüte auf einem langen dünnen Stiel ist er auf jeden Fall ein Hingucker. Er erreicht je nach Art eine Wuchshöhe von 12 bis 150 Zentimetern, was dafür sorgt, dass seine Auffälligen Blütenstände über allen anderen Pflanzen schweben.

Herkunft

Zierlauch gehört zur Unterfamilie der Lauchgewächse (Allioideae) innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Lauch ist nahezu weltweit verbreitet, aber die meisten Allium-Arten kommen auf der Nordhalbkugel vor. Viele der uns bekannten Zierlauch-Arten kommen aus Zentralasien und sind Steppen- und Gebirgspflanzen. Zur Gattung Allium zählen mittlerweile rund 940 Arten, was die Gattung zu der abwechslungsreichsten unter den Zwiebelblumen macht. In Gärtnereien werden mittlerweile rund 35 verschiedene Zierlauch-Arten angeboten, Iran-Lauch (Allium aflatunense), Sternkugel-Lauch (Allium christophii) und die Allium-Hybride „Globemaster“ gehören zu den bekanntesten.

Ein Überlebenskünstler

Zwiebelblumen sind wahre Survival-Spezialisten. Da ist es kein Wunder, dass der Zierlauch als Zwiebelpflanze mit den härtesten Bedingungen klar kommt. Der Zierlauch wächst da, wo nur die wenigsten Pflanzen überleben können. Nur wenige Monate im Jahr bekommt der Zierlauch an seinen natürlichen Standorten in Steppen und an Berghängen genügend Niederschlag ab. Das überlebt der Zierlauch nur dank seiner Zwiebel. In der sind die komplette Pflanze inklusive Blüte schon komplett angelegt und ruht so lange, bis Bodenfeuchtigkeit und -temperatur einen Austrieb ermöglichen. Nach der Blüte landen alle wichtigen Nährstoffe wieder in der Zwiebel.

Pflegetipps:

• Zierlauch regiert sehr empfindlich auf undurchlässigen und feuchten Boden
• Von September bis Dezember in den frostfreien Boden pflanzen
• Oberirdische Pflanzenteile nach der Blüte abschneiden
• Organischer Volldünger während des Austriebs fördert Wachstum und Blüte
• In kalten Wintern mit Tannenzweigen, Stroh oder Laub schützen
• Sonnigen Standort wählen

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