Heimische Kräuterküche

Heimische Kräuterküche

Kräuter sind aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Sie sind gesund und verleihen vielen Gerichten einen aromatischen Geschmack. Vor allem die klassischen Gartenkräuter können im eigenen Garten oder auf dem Balkon kultiviert werden, doch auch am Wiesenrand gibt es viele aromatische Wildkräuter zu entdecken. Einige sind auch in der Medizin hilfreich, schließlich ist gegen alles ein Kraut gewachsen…
Auch wer nur wenig Platz hat, kann problemlos Gartenkräuter anbauen: in Kräuterspiralen im Garten, in einem Kräuterturm auf dem Balkon oder in einem vertikalen Garten, wie z.B. einer Europalette, die auf kleinstem Raum viel Platz für Kräuter bietet. Während klassische Gartenkräuter vorwiegend in Beeten oder Kübeln und Kästen kultiviert werden, sammelt man Wildkräuter am besten beim nächsten Spaziergang.

Gartenkräuter

Petersilie und Schnittlauch sind zwei Klassiker in der deutschen Kräuterküche, die mit eleganter Frische und würziger Schärfe wunderbar miteinander harmonieren. Besonders gut eignen sich die Kräuter für Gemüseeintöpfe, Dips und zum Würzen von Kartoffeln. Aber auch Dill und Bohnenkraut stehen für die deutsche Küche, obwohl es, genau wie Petersilie und Schnittlauch keine heimischen Pflanzen sind. Da sie aber problemlos mit unserem Klima klarkommen, werden sie schon seit dem Mittelalter in unseren Gärten gezogen.

Wildkräuter

Als Wildkräuter können die heimischen Kräuter bezeichnet werden, die nicht extra angebaut wurden, in der Küche aber dennoch gerne genutzt werden – oft werden sie auch als Unkraut bezeichnet. Die meisten Wildkräuter hat jeder schon einmal gesehen, doch meistens weiß man einfach nicht, dass viele Kräuter essbar sind und Tees oder Gerichten das gewisse Etwas verleihen. Typische Wildkräuter sind z.B. Wiesensalbei, Giersch, Spitzwegerich, Gemeine Schafgarbe, Brennnesseln, Löwenzahn oder auch Gänseblümchen. Viele essbare Kräuter haben gleichzeitig auch eine heilende Wirkung und können als Heilkräuter verwendet werden.

Brennnessel

Für die einen ist es Unkraut, für die anderen ein wunderbares Küchen- und Heilkraut. Die Blätter der Brennnessel haben einen herben, frisch-aromatischen Geschmack und eignen sich prima für einen gesunden Tee. Aber auch für Salate oder Quark können sie gut verwendet werden. Doch Vorsicht, wird die Unterseite der Blätter berührt, wird es schmerzhaft. Daher sollten die Blättchen kurz abgekocht, zerhexelt oder gewalkt werden. So geht die brennende Wirkung verloren und Inhaltsstoffe wie pflanzliche Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe bleiben enthalten. Brennnesseln haben eine entzündungshemmende Wirkung, sie sind immunstärkend und beugen Erkältungen vor. Zudem lindern sie Prostatabeschwerden.

Gänseblümchen

Sie wachsen in nahezu jedem Rasen und werden oft zum Unkraut gezählt. Dabei haben sie einen frischen, leicht nussigen und zarten Geschmack, der sich gut in Salaten oder auch Smoothies macht. In Salaten oder auch zum Dekorieren von anderen Gerichten oder Süßspeisen sind Gänseblümchen auch hübsch anzusehen. Und ganz nebenbei ist auch das Gänseblümchen eine Heilpflanze, die blutreinigend, blutstillend, schmerzstillend und krampflösend wirkt.